Achtung HomoNationalisten !

Die ZEIT hat, im Rahmen ausufernder Thematisierung der Sexualität der aktuellen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel seitens regressiver linker Kreise, das Problem eines sogenannten HomoNationalismus entdeckt.

.. laut einer Studie von 2016 wählten bei den Regionalwahlen 2015 in Paris etwa 32 Prozent der verheirateten Homopaare den Front National. Im Gegensatz zu 30 Prozent heterosexueller Ehepaare. „

Nun also zitten die auflagenstarken Linkspopulisten um die linke Deutungshoheit über LGBT-Belange.
Denn was, wenn sich herausstellen sollte, dass bspw. prominente Groß-Events wie der Kölner CSD, die explizit mit „gegen rechts“ werben, zuvorderst gar nicht für Homo-Belange, sondern für linke Ideologie streiten?

Zu den politischen Positionen Weidels mag man stehen, wie man will. Ich persönlich mag nicht verhehlen, dass sie mir diese einen Tick zu neoliberal sind. Doch, das tut hier herzlich wenig zur Sache.  Denn worum es geht, ist die Entwicklung linker Kreise, die Sexuelität von Politikern resp. hier einer Politikerin zu problematisieren.

So titelte bspw. auch das vom umstrittenen Milliardär George Soros unterstützte linke „Journalisten-Netzwerkcorrectiv.org

„Radikalliberal, islamfeindlich und lesbisch“

– hätte „Radikalliberal und islamfeindlich“ etwa nicht genügt?

Seit wann ist es im hiesigen Journalismus plötzlich opportun, sexuelle Präferenzen von Politikern zu problematisieren?
Sind etwa gerade die Linken doch nicht soo aufgeklärt, wie sie uns das allenthalben glauben machen möchten?

Problematisch am correctiv-Titel zu Alice Weidel kommt hinzu, dass dieser mit einem Bild garniert wird, dass sie unschöner nicht hätte abbilden können.

Wurde vor kurzem noch in diversen Medien äußerst kritisch thematisiert, dass die AfD ein Bild des SPD-Kanzlerkandidaten Schulz qua digitaler Nachbearbeitung entstellt hätte …

https://www.vice.com/de/article/video-die-afd-verunstaltet-das-gesicht-von-martin-schulz-mit-photoshop-und-kassiert-dafur

… so drängt sich hier zumindest der Verdacht auf, dass dies in SPD-nahen Kreisen ebenso gehandhabt wird. Denn die dramatischen Höhen und Tiefen in der Weidel-Abbildung sind kaum anders zu erklären. Eine wirkliche Glanzleistung, die ansonsten tatsächlich attraktive und durchaus fotogene Alice Weidel derart entstellt abbilden zu können:


Tiefe Falte durchfurchen das ansonsten eben erscheinende Gesicht der jungen Frau, die Augen von schwarzen Schatten umrundet, die Betonung auf einer leicht gekrümmten Nase. Diese Bildsprache erinnert wahlweise an propagandistische Juden-Darstellungen islamistischer Extremisten ..

 

oder an Abbildungen der Hexe Schrumpeldei.

Und, zusammen mit der fett getitelten Überschrift vermittelt sie uns ganz sicher keine aufgeklärte, neutrale Haltung gegenüber eigentlich privater Sexualität, sondern eher „Achtung, die fiese Lebse!

Das es sich bei diesem neu aufkeimenden Sexismus in der Linken um keinen Einztelfall handelt, lässt sich bspw. auch in der linken Tageszeitung „taz“ beobachten. Denn auch dort kommt man um einen Verweis auf Weidels Sexualität nicht umhin.

„… eine neoliberale Lesbe und ein grantelnder Reaktionär.“

Die „neoliberale Lesbe“ wird dem „grantelnden Reaktionär“ zugeordnet. Kürzt man aus diese Gleichung die politischen Zuzschreibungen heraus, so bleibt als Ergebnis: „Lesbe = Grantelnd

Als Augstein Anfang 2016 den „dünnen Firnis der Zivilisation“ bemühte, konnten sich nicht wenige Beobachter ungläubiges Schmunzeln kaum verkneifen. Doch, sofern diese schlichte Einschätzung vornehmlich Beoachtungen im Kreise seiner linken Kommunarden geschuldet war, lag er damit vielleicht gar nicht so weit daneben. Denn kaum anders, denn als reaktionäre Drohung in Richtung aller Schwulen und Lesben ist die aktuelle politische Thematisierung privater sexueller Vorlieben seitens der Linken zu verstehen. Die LGBTs sollen ja weiter der Stange bleiben und sich demütig von Linkspolulisten vereinnahmen lassen, um bloß nicht in Ungnade zu fallen.

Frei nach dem Motto:

Achtung, wenn ihr nicht nach unserer (*linken) Pfeife tanzt, dann können wir auch ganz anders..

Denn sonst sind plötzlich, schneller als man denkt, „fiese Lesben“ und „perverse Schwule“ ein Thema im Deutschen Qualitätjournalismus.

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