Es ist Wahlkampf, und noch immer befindet sich die ehemalige Volkspartei SPD in dramatischem Sinkflug. Lästerzungen schreiben bereits das Projekt 5% herbei.
Die zunehmend schwächelnde SPD versagte bundespolitisch als Steigbügelhalterin Merkels umstittener Grenzöffnungs-Politik und konnte auch in der Hauptstadt nicht punkten.  Deshalb basteln die Genossen nun augenscheinlich mit Hochdruck an einem Plan, angesichts des sich abzeichnenden Fiaskos bei den nun anstehenden Wahlen, noch einmal mit einem blauen Auge davonzukommen.

Was liegt angesichts dieser dramatischen Situation also näher, als sich neuen, vielversprechenden Wählerschichten zu öffnen, sich fokussiert wachstumsstarke Zielgruppen zu erschließen?
So dachte sichs vermutlich auch die Berliner SPD und ersann für die heiße Wahlkampfphase das Motto #BerlinBleibtWeltoffen, dass sodann von der Parteiprominenz in die SocialMedia-Kanäle geblasen wurde.

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So weit, so gut. Das Motto ist wohlklingend und tut niemandem weh. Somit sind zumindest die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Wahlkampf erfüllt. Dummerweise stellte sich bei näherer Betrachtung jedoch heraus, dass die seitens der SPD als „weltoffen“ beworbenen Inhalte für das genaue Gegenteil von weltoffen stehen.

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Da sehen wir beispielsweise ein großflächig plakatiertes Motiv, dass im Bildmittelpunkt übergroß eine Frau mit Kopftuch zeigt.

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Die Kopftuchträgerin wird dabei lediglich von hinten gezeigt, denn um sie als
Person geht in dieser Werbung nicht. Ihre weibliche Persönlichkeit ist nicht von Belang. Sie wurde über das Kopftuch in „Mädchenfarbe Rosa“ gänzlich entpersonifiziert und aufs orthodox-religiöse Symbol reduziert. Denn es geht um Religion und nicht um Frauen. Und, da sich die entsprechende Werbemaßnahme dabei, so sie von Erfolg gekrönt sein soll, gezielt an Entscheider wenden muss – das sind in diesem sozialen Milieu nun einmal die Männer – spielt das weibliche Subjekt schlicht keine Rolle.
Abschließend ließe sich in puncto Betrachtung noch erwähnen, dass die dargestellte Szene irgendwo auf einer Rolltreppe stattfindet, und so als bildsprachlich illustrierte Botschaft der SPD klar vernehmbar ist:

Mehr orthodoxen Islam im öffentlichen Raum!

Perfide an dieser Werbung ist, dass sie sich vorgeblich für „Weltoffenheit“ einsetzt, derweil sie das genaue Gegenteil postuliert. Weltoffen wäre es stattdessen gewesen, sich für Integration und Völkerverständigung einzusetzen. Wir erinnern uns beispielsweise daran, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland angesichts einer Vielzahl an muslimischen Einwohnern  schon vor eine Weile davor warnen musste,  im öffentlichen Raum eine Kippa zu tragen.  Aber das ging der SPD vermutlich zu weit.
Doch auch für alle aufgeklärten und gut integrierten Muslime,  die sich in einem sich zunehmend politisierenden muslimischen Milieu gegen archaische Sitten und pseudo-religiöse Zwänge zur Wehr setzen, kann das aktuelle SPD-Postulat nur als eine schallende Backpfeife verstanden werden.

Derweil die SPD auf Säkularisierung zu pfeiffen scheint und als Regierungspartei offen mit der Kopftuch-Lobby kokettiert, erreichen uns täglich neue Informationen von Frauen aus dem Iran, die sich mit unterschiedlichsten Aktionen des Kopftuchzwangs erwähren.
So versuchen beispielsweise einige Damen muslimischen Sittenwächtern ein Schnippchen zu schlagen, indem sie sich die Haare kurz schneiden lassen und/oder sich als Männer „verkleiden“.

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In einem neueren iranischen Projekt namens „My Stealthy Freedom“ geht es darum, denn Irrsinn des Kopftuchzwangs dadurch aufzuzeigen, dass sich die Männer der Frauen verhüllen.

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Und so stellt sich unweigerlich die Frage, weshalb die deutsche Sozialdemokratiefern von Mullah-Regime und islamistischen Sittenwächtern – nicht dazu in der Lage ist, solch eine witzige und tatsächlich weltoffene Kampagne zu fahren?

Warum kein Mann mit Kopftuch auf dem SPD-Plakat?

Doch auch falls den piefigen Genossen derartige „Weltoffenheit“ etwas zu weitläifig sein sollte, fänden sich in heimischen Gefilden einige nette Beispiele, die sich zur Illustration weltoffener Muslime geradezu aufdrängen würden:
In Berlin findet im SO36 mit der Veranstaltung Gay Harne regelmäßig ein „Homo Oriental Dancefloor“ statt. Hier treffen sich, fern orthodoxer Religioten,  u.a. auch muslimische Homos, Transen und Queers zum ausgelassenen feiern. Warum also nicht einfach mal etwas Homo-Schick aufs Großflächen-SPD-Plakat in Wedding, Neukölln oder Moabit?

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Wäre das Stegner und seinen verklemmten Genossen schon wieder zu „weltoffen„?

Geht es schlicht darum, dass man damit Gefahr laufen würde, sich die heißerstehnten Wählerstimmen politisch Islamisierter zu verprellen? Sicher wäre gerade dies ein richtiges Zeichen:  Doch dazu haben die Genossen schlicht nicht den Arsch in der Hose.

Stattdessen kuschelt man lieber mit Erdogan-nahen Osmanen-Lobbyisten von DITP

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.. oder erinnert sich an den gemeinsamen politischen Kampf mit kopftuchtragenden Juristinnen gegen den säkularisierten Staat ..

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Dass sich letztere im Zuge der großen Säuberungsaktionen Erdogans in der Türkei als flammende Hetzerin für „Säuberung vom Schmutz“ offenbarte, dürfte indes nur öffentlich für einen Aufschrei gesorgt haben. Denn die Annahme, dass man auch parteiintern nicht wusste, mit wes geistes Kind man es zu tun hatte, erscheint mir naiv.

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Ebenso naiv übrigens, wie sich jetzt darüber zu wundern, dass auch der Anmelder der Pro-Erdogan-Demo in Köln, bei der offen die Totesstrafe gefordert wurde, Mitglied der SPD sein soll: Der 45-Jährige heißt Ahmet Çon, ist Funktionär der „Union Europäisch-Türkischer Demokraten“ (UETD). Und innerhalb der Hagener SPD kein Unbekannter. 

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Wer nun jedoch annimmt, dass sich in der SPD nur rechte Erdogan-Fans tummeln, muss eines Besseren belehrt werden. Bereits 2013 wurde in einem MDR-Beitrag darüber berichtet, dass die Leipziger SPD von einer Gruppe „mutmaßlicher Islamisten“ unterwandert wurde, die Gülen-Anhänger gewesen sein sollen.

Gülen ist ehemaliger Weggefährte Erdogans. In Sachen orthodoxen Religiotemtums nehmen sich beide wenig, nur ihre Strategien zur Machtergreifung divergierten: Gülen  warb für den Weg durch die Institutionen, Erdogan bevorzugte den Weg über die Wirtschaft – sein Kampf-Motto gegen die säkularisierte Gesellschaft: „Moslems kauft nur bei Moslems„. (*kommt mir irgendwoher bekannt vor.. )

BTW: Der oben erwähnte Beitrag MDR-Beitrag zur unterwanderung der islamisstischen SPD wurde später auf SPD-Wunsch aus der Mediathek gelöscht. Laut offizieller Bekundung des Senders ging es bei der Zensur jedoch darum „einer weiteren Eskalation entgegenzuwirken„..

Kurzum.. der SPD scheint es tatsächlich so schlecht zu gehen, dass ihr mittlerweile recht egal ist, mit welchen orthodoxen Religioten sie es treiben muss, so lange diese nur genug Wählerstimmen organisieren können. Ein sozialdemokratisches Wertebewusstsein sucht man dort indes vergebens. Stattdessen wird lieber chronischen Integrationsverweigerern der Rücken gestärkt, indem man offen mit dem reaktionären Rand muslimischer Lobbygruppen anbandelt.

Damit macht die SPD genau jenen aufgeklärten und integrationswilligen muslimen Migranten das Leben schwer, die eigentlich unser aller Unterstützung und Fürsprache bedürften.
Für ein paar lumpige Wählerstimmen verbünden sich Ralf Stegner und Genossen unverfroren mit Homofeinden, Antisemiten und Frauenunterdrückern.
Solcherlei niederträchtige Klientelpolitik auch noch unter dem Deckmäntelchen einer ominösen „Weltoffenheit“ zu bewerben, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Das Traurige daran: Auf Besserung ist nicht zu hoffen. Seitens der SPD zeigt man sich rundweg kritikresist. Kritikern werden – entsprechend der Neusprechdoktrin – zu „Hatern„.. und als solche mit Bildern von Vorschulkindern mit Takke (Gebetsmütze) gebglückt.

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Insofern lautet mein persönliches Fazit:
Weltoffenheit geht anders. Und, solch eine SPD braucht in Deutschland niemand.
5% sind dafür gerade gut genug.

 

PS.. Korrespondierend zum Thema vllt. auch interessant:

Warum iranische Männer Kopftuch tragen
http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/warum-iranische-maenner-kopftuch-tragen/

Iranerinnen protestieren mit offenem Brief gegen Roths Kopftuch
http://www.emma.de/artikel/iranerinnen-protestieren-gegen-roths-kopftuch-318367

„Das Kopftuch-Problem“
http://www.danisch.de/blog/2016/07/23/das-kopftuch-problem/